basale wundversorgung in einem arzthaushalt. ein unfallprotokoll.
1.) ausgangslage, heute früh, halb sieben: durch eigene blödheit/unachtsamkeit kleine blutende wunde am fuß zugefügt. gehört versorgt.
2.) man begebe sich ins badezimmer und suche nach einem pflaster. es gibt kein pflaster, nur wundauflagen und mefix neben viel sinnlosem zeug wie 1978 abgelaufenem xyloneural und venflonen (falls bei einem kleinen cut eine transfusion nötig sein sollte...).
3.) man ärgere sich und frage dann muttern, ärztin von beruf genauso wie der vater auch, nach pflastern. antwort: "schau mal in der autoapotheke."
4.) man begebe sich zum auto und suche die dazugehörige apo, gut versteckt unter starterkabeln, decken, ölflaschen etc. inhaltliche bestandsaufnahme: 1 rettungsdecke, 1 dreiecktuch, 5 seit jahren verbotene alu-wundauflagen.
5.) man schimpfe muttern für ihre grobe fahrlässigkeit bezüglich der notfallausrüstung ihres vehikels und stoße dabei auf totale verständnislosigkeit.
6.) weitere suche nach pflaster in der fahrradapotheke. in den dortigen wundauflagen haben sich mäuse ein gemütliches zuhause erschaffen.
7.) man gebe auf und setze, da die wunde noch immer blutet, die suche fort. neues zielobjekt: betaisodona gel. nicht vorhanden, was sonst.
8.) das octenisept ist leer. in der beta flüssig flasche ist noch ein lackerl drin, das verwendet wird. man setze also die suche nach verbandsmaterial fort.
9.) man finde das letzte, ca. 5cm große fleckerl peha-haft. betaisodona. und eine rolle leukoplast. daraus bastele man einen verband und fühle sich wie im kindergarten, als man eine raumschiffskulptur aus nichts als klorpapierrollen und tixo erstellen konnte.
10.) man bewundert stolz seinen verband und schwöre sich, nie wieder als arzttochter auf die welt zu kommen...
2.) man begebe sich ins badezimmer und suche nach einem pflaster. es gibt kein pflaster, nur wundauflagen und mefix neben viel sinnlosem zeug wie 1978 abgelaufenem xyloneural und venflonen (falls bei einem kleinen cut eine transfusion nötig sein sollte...).
3.) man ärgere sich und frage dann muttern, ärztin von beruf genauso wie der vater auch, nach pflastern. antwort: "schau mal in der autoapotheke."
4.) man begebe sich zum auto und suche die dazugehörige apo, gut versteckt unter starterkabeln, decken, ölflaschen etc. inhaltliche bestandsaufnahme: 1 rettungsdecke, 1 dreiecktuch, 5 seit jahren verbotene alu-wundauflagen.
5.) man schimpfe muttern für ihre grobe fahrlässigkeit bezüglich der notfallausrüstung ihres vehikels und stoße dabei auf totale verständnislosigkeit.
6.) weitere suche nach pflaster in der fahrradapotheke. in den dortigen wundauflagen haben sich mäuse ein gemütliches zuhause erschaffen.
7.) man gebe auf und setze, da die wunde noch immer blutet, die suche fort. neues zielobjekt: betaisodona gel. nicht vorhanden, was sonst.
8.) das octenisept ist leer. in der beta flüssig flasche ist noch ein lackerl drin, das verwendet wird. man setze also die suche nach verbandsmaterial fort.
9.) man finde das letzte, ca. 5cm große fleckerl peha-haft. betaisodona. und eine rolle leukoplast. daraus bastele man einen verband und fühle sich wie im kindergarten, als man eine raumschiffskulptur aus nichts als klorpapierrollen und tixo erstellen konnte.
10.) man bewundert stolz seinen verband und schwöre sich, nie wieder als arzttochter auf die welt zu kommen...
talblick - 9. Mai, 11:29
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