Sonntag, 8. Mai 2005

scharfessenphilosophie

nach einem muttertagstechnischen kulinarischen desaster bin ich mit brennendem mund dagesessen und irgendwie hat sich michaelas bild in mein gedächtnis gedrängt (schön zu wissen, dass sie doch noch immer "da ist"). in südlichen ländern, sagte sie einst im sommer, als sie wieder die legendäre kartoffelpfanne vollstens verwürzt hatte, würden die leute so scharf essen, weil man dann a. weniger ißt, b. mehr trinkt und es c. gesünder für verdauung etc. ist. ich weiß nicht ob es stimmt, ich erinnere mich halt dran (und dann drängt sich nach und nach das bild vom daumengulasch auf... hülfe!) irgendwann werden erlebnisse, banale gesprächsfetzen, zu erinnerungen, und es ist gut, sich zu erinnern bevor sie verwaschen...

wer mein "brennhuhn" nachkochen will:

huhn: hühnerfilets mit einer sauce aus catsup, honig und balsamico bestreichen und braten
gmias: roten paprika, tomaten und zwiebeln zamschnipseln und mit basilikum andünsten.
nudeln kochen.

mahlzeit. und ausnahmsweise, sogar made by hanna, essbar!

happy-go-lucky all-american bubblegum

war gestern tanzen, und es war schön. ich hab richtig freude daran, vor allem wenn ich mit wolfi tanze, der's eben richtig gut kann und nebenbei noch andere sikkieren kann ;-)
danach ist typischerweise das chaos ausgebrochen: matthias hatte geburtstag und geplant, irgendwo eine super-riesen party steigen zu lassen. nachdem er 1/2 stunde zu spät kam (eine zeit, in der "olli pocher"-matthias sein amt mißbrauchte und die anja und mich vollzustempeln versuchte /ich bin noch immer grün/) haben wir ewigkeiten debattiert was und wie und wo und wann und sind letztendlich doch im köö gelandet. billiard spielen, welch spannende neuentdeckung!

und es nervt mich wie immer, irgendwie. wir umgeben uns mit freunden, mit solchen die wir freunde nennen genauer gesagt, bussi hier mausi da, nur um zu zeigen wer wir nicht sind und wen wir nicht kennen. eine zeit lang ist's ja ganz lustig, aber wenn's hart auf hart kommt wird keiner von denen da sein... und darauf kann ich verzichten, ehrlich. sie nennen sich freunde, aber nicht brauchbar für mehr als sauftouren, lustige tanzabende und kinobesuche.
happy-go-lucky all-american bubblegum. so sieht unsere welt aus, alles ist verflacht, doch wenn ich jetzt so da sitze und sallust übersetze, fällt mir auf dass der sich schon vor 2.000 jahren über genau dasselbe beschwert hat. früher war's nicht besser und es wird immer schlimmer, scheint's.
und gerade darum war ich so endlos froh, inmittes dieses oberflächlichen getues ein vernünftiges gespräch mit nicole führen zu können - ein gespräch über das wesentliche. solche leute gibt's zu wenige.

"nur tote fische schwimmen mit dem strom"

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